Eigentlich sind mir ja Probleme von Menschen mit denen ich nichts zu tun habe und die man nur wahr nimmt, wenn es gerade ein Problem gibt, ziemlich egal. Hiermit meine ich keine Ungerechtigkeiten und Zustände, die ohne Selbstverschuldung zu Leid führen. Worum es hier geht: Fettleibigkeit der Menschen in den USA, genauer Huntington, West Virginia, einer der ungesundesten Städte des Landes. Jamie Oliver, ob man ihn liebt oder hasst, hatte eine gar nicht mal so dumme Idee. Auch wenn es sich für mich verdammt utopisch anhört, will er eine Food Revolution anstoßen, damit die Menschen dort aufhören den ganzen Tag Scheiße in sich reinzuwerfen und lernen, was ordentliches Essen ist. Das ganze wird als TV-Serie übertragen, von der ich bisher jede Folge geguckt habe. Dinge die mich geschockt haben:
- Die Menschen sind sich ihrer beschissenen Situation gar nicht bewusst, gehen so gut wie nie zum Arzt und heulen dann rum, wenn sie plötzlich, aus heiterem Himmel Diabetes haben.
- Grundschulkinder wissen weder was eine Kartoffel, noch eine Tomate ist.
- Die Kinder, die Jamie dabei zuschauen, wie er Hühnerabfall in den Mixer packt, alles zermahlt und das ganze dann durch an Sieb presst, nur um die daraus entstandene Masse zu panieren und braten, würden das Ergebnis, das wie ein Chicken Nugget aussieht essen. Und tun es auch.
- Pommes gelten dort als Gemüse.
Interessantes Zeug, diese Sendung. Wer sich auch gerne Essen anguckt und sich diese Serie mal anschauen möchte, der erlebt pro Folge 40 Minuten kurzweilige Unterhaltung, während man ständig zwischen Kopfschütteln und Tränen in den Augen schwankt.









